Unsere Erfahrungen

Die Trauer von Erwachsenen wird oft mit dem Waten durch einen Fluss verglichen, dessen Ufer nicht zu erkennen ist. Kinder stolpern in Pfützen der Trauer hinein und springen wieder weiter. Manchmal ist die Pfütze gross und besonders matschig, dann wieder spritzt es nur wenig. Kinder können in einem Moment furchtbar traurig sein und im nächsten wieder ganz fröhlich, so als hätte man einen Schalter betätigt.

 

Da in unserer Gesellschaft Trauer und die damit verbundenen Gefühle eher tabuisiert werden, ist es besonders wichtig, dem Kind den Zugang zu seinen eigenen Gefühlen zu erleichtern. Lass Deinen Gefühlen freien lauf, somit lernen die Kinder auch ihre eigenen auszudrücken. Rituale sind unseren drei Kindern eine grosse Hilfe in ihren Trauerphasen.

 

Für uns hat Noeline ihren Platz bei den Engeln und wenn eines der Kinder sehr traurig ist, ermutigen wir sie mit ihr zu sprechen. Das Plüschtier von Noeline haben wir auch für uns behalten und dient den Kindern als "Trösterli".

 

Mit Michelle, unserer ältesten Tochter, schreibe ich ins Tagebuch. Cyrill fand sein Leben extrem traurig, darum haben wir mit ihm angefangen auf einen guten Rat hin jeden Abend Perlen aufzuziehen. Je eine Perle für alles was er am jeweiligen Tag als schön empfunden hat, damit er wieder aufmerksamer wird für die schönen Dinge. 

 

Für Noeline von Cyrill
Für Noeline von Cyrill
Für Noeline von Florence
Für Noeline von Florence